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jaͤhrlich viele gemeine und adelige Chriſten verſchiede⸗ ner Laͤnder dahin, ungeachtet ſie auf ihrer Wanderung durch die Laͤnder ihrer Feinde ſo beraubt wurden, daß ſie faſt nackend, ganz ausgehungert und hoͤchſt duͤrftig nach Jeruſalem kamen, deſſen Thore ſie vor Abgabe eines Goldſtuͤckes nicht uͤberſchreiten durften. Dieſen Duͤrftigen zu helfen, entzogen ſich die Moͤnche Nah⸗ rung und Kleidung, um ein Spital in ihrem Bezirke fuͤr die Aufnahme kranker und geſunder Chriſten zu errichten und zu unterhalten. Sie ſtellten beſondere Laienbruͤder an, welche die taͤglichen Ueberbleibſel an Speiſen und Getraͤnken aus dem maͤnnlichen und weib⸗ lichen Kloſter den im Spitale beherbergten Pilgern reichen mußten. Dieſe Spitalbruͤder errichteten all⸗ maͤhlig auch ein Bethhaus zur Ehre des h. Johannes, weswegen ſie ſpaͤter Johanniter genannt wurden. Da aber das Spital keine Einkuͤnfte hatte, ſo ſchoſſen die Einwohner von Amalphia, ſie mochten zu Haus bleiben, oder nach Palaͤſtina des Handels wegen rei⸗ ſen, zaͤhrlich Geld zuſammen, und uͤberſendeten es dem aͤlteſten Spitalbruder, damit er in den Stand geſetzt wurde, die chriſtlichen Pilger zu unterſtuͤtzen. Dieſe geringen Mittel bildeten die Grundlage zu dem nach⸗ her ſo reich und anſehnlich gewordenen Orden der Jo⸗ hanniteritter, welche ſchon K. Gottfried be⸗ guͤnſtigte.
So war denn Jeruſalem, die heilige Stadt, ent⸗ rißen den Haͤnden der Unglaͤubigen, die chriſtlichen


