Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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lagerung dieſer Stadt zeigte ſich Gottfrieds be⸗ ſcheidene Enthaltſamkeit, ſeine gottvertrauliche See⸗ lengroͤße in ruͤhrender Schoͤnheit. Die Emire, welche zu ihm kamen, um gegenſeitige Veitraͤge zu beiichti⸗ gen, fanden ihn ohne Warhe, ohne fuͤrſtlichen Prunk, wie den geringſten Soldaten, auf einem Strohſacke ſitzend; aber mit einer Hoheitsmiene, die bei der frei⸗ willigen Armuth vom offenherzigen Auge blickt, und Ehrfurcht gebietet.

Viele Denkmaͤler der Gottſeligkeit errichtete er ſich im Lande Kanaan. Im Thale Joſaphat ſtiftete er ein Kloſter fuͤr Moͤnche, die ihm auf dem Kreuzzuge gefolgt waren; ferner zwei Chorherrenſtifte: in der Moſchee Omars, auf don Truͤmmern des Salomoni⸗ ſchen Tempels, und in der Kirche der Auferſtehung.

Die Schaar der Kreuzbruͤder, welche nach ihrem Vaterlande zuruͤck kehrte, war nach Oſchibele gekom⸗ men, und wollte nach Laodizeg gehen, um ſich in dem dortigen Hafen nach Konſtantinopel einzuſchiffen. Al⸗ lein Laodizea wurde eben von Bvamund belagert, ſowohl von der Landſeite, als auch zu Waſſer; denn der Erzbiſchof von Piſa, Daimbert, war mit einer Flotte von hundert und zwanzig Schiffen gekommen, um als Legat des Papſtes Paskal in Aſien zu blei⸗ ben; und von Genua waren achtzig Schiffe eingetrof⸗ fen. Die Stadt war im groͤßten Gedraͤnge, und auf das Aeußerſte gebracht. Sie oͤffnete daher bald frei⸗ willig die Thore— aber nicht dem kriegeriſchen Boa⸗