Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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mund, ſondern fuͤr die uͤbrigen Kreuzfuͤrſten, unter welchen Raimund war, der auch ſogleich ſeine Fahne

auf die Citadelle ſteckte, und ſowohl die Stadt, als

alle ihre Thuͤrme mit ſeinem Kriegsvolke beſetzte. Ploͤtz⸗ lich erklaͤrte er auch, daß er ſich entſchloſſen habe, nicht mehr nach Europa zuruͤck zu kehren, ſondern in Syrien zu bleiben. Man machte ihm auch die Herrſchaft uͤber Laodizea nicht ferner mehr ſtreitig, vielmehr ſchloß der Graf von Toulouſe mit Boamund in der Zukunft den Bund inniger Freundſchaft.

Ddie andern Haͤupter des Kreuzheeres kamen bald darauf uͤber Konſtantinopel, wo ſie gut aufgenommen wurden, nach Europa zuruͤck.

Die kurzen Tage des Winters nahten heran, und die Kreuzfuͤrſten, welche in Aſien geblieben waren, ge⸗ noſſen endlich der laͤngſt erſehnten Ruhe auf den Lor⸗ beeren ihrer Verdienſte. Balduin von Edeſſa her,

Naimund von Laodizea, Boamund von Antio⸗

chien, vereinigten ſich zu einer Wallfahrt nach Jeru⸗ ſalem. Der paͤpſtliche Legat begleitete ſie, und fuͤnf und zwanzig tauſend Menſchen waren mit ihm. Sie hatten unterwegs abermals einen ſchweren Kampf mit den Nachſtellungen der Sarazenen, mit der froſtigen Witterung und dem Hunger, kamen aber gluͤcklich ge⸗ gen Jeruſalem. Von weitem dampfte ihnen dort ein Geruch der Verweſung entgegen, der ein ſchauerlicher Zeuge von den Leichnamen der Erſchlagenen war. Gottfried empfing ſie mit Feierlichkeit, und zu

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