Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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und forderten zur Uebergabe auf. Drei Tage harrten die Eingeſchloſſenen ohne Lebensmittel darin aus, end⸗ lich wurden ſie von Hunger und Furcht von der grau⸗ ſamſten Hinrichtung gedrungen, ſich zur Uebergabe mit allen Schaͤtzen bereit zu erklaͤren, wenn man ſie im Frieden zuruͤck ziehen laſſen, und mit Lebensmit⸗ tein bis an die Graͤnze der Chriſten unterſtuͤtzen wollte. Dem Anfuͤhrer der Araber und noch s oder 16 be⸗ waffneten Befehlshabern wurde hierauf der Eintritt in das Schloß geſtattet, welche ſich Anfangs ſehr men⸗ ſchenfreundlich zeigten. Da B. Guͤnther von Bam⸗ berg das ſchoͤnſte Aeußere hatte, und am reichſten ver⸗ ziert war, ſo hielt der Araber dieſen fuͤr den Anfuͤh⸗ ter der Uebrigen, warf ihm den Strick um den Hals, und ſagte:„Sobald ich dich gefangen habe, ſo ſind auch die uͤbrigen in meiner Gewalt, und alle werden das gleiche Schickſal am Galgen haben.“ Kaum hatte B. Guͤnther durch ſeinen Dolmetſcher die Worte des Arabers vernommen, ſo gab er ihm eine ſo derbe Ohrfeige, daß dieſer ſogleich zum Boden ſank. Die uͤb⸗ rigen Biſchoͤfe und Großen dadurch ermuntert, ſchlugen auf die uͤbrigen Araber eben ſo ſchnell, legten ſie in Feſ⸗ ſeln, und warfen ſie uͤber die Mauern. Dadurch entſpann ſich im ganzen Korps der Araber ein Zwiſt, ob ſie mit ihren Feinden Frieden abſchlieſſen, und ſie als ihre Freun⸗ de betrachten, oder noch ferner nach deren Beute ſtre⸗ ben ſollten. Dadurch gewannen einige Teutſche Zeit und Gelegenheit, aus dem Schloſſe zu entwiſchen,