Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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und vom Kommandanten zu Ramula Unterſtuͤtzung zu verlangen. Dieſer kam gleich des anderen Tages den Bedraͤngten zu Huͤlfe, ſchlug die Araber in die

Flucht, nahm deren Anfuͤhrer gefangen, fuͤhrte die Chriſten fuͤr so Goldſtuͤcke nach Jeruſalem, und be⸗ gleitete ſte dann bis an die Schiffe, auf welchen ſie gluͤcklich nach Europa zuruͤck kehrten; allein nur 2000 hatten das Geſchick, dem Ungeſtuͤmme der Schlacht und Krankheiten zu entrinnen, und ihre Familien mit der Wiederkunft zu erfreuen. Kaum waren ſie aber nach Ungarn gekommen, ſo wurde B. Guͤnther von einem hitzigen Fieber ergriffen, welches ihm am 23. Juli 1086 das Leben raubte. Sein Leib wurde nach Bamberg geiiefert, und in die Domkirche hinter das Altar der Apoſtel Philipp und Jakob gelegt.

Lambert von Aſchaffenburg ruͤhmte die⸗ ſen Biſchof als einen fein geſitteten, gutmuͤthigen und ſchoͤn gewachſenen Mann, welcher von hoher Ge⸗ burt, großen Privatreichthuͤmern, ſehr geiſtreich, huͤchſt gelehrt in geiſtlichen und weltlichen Wiſſenſchaften, ſehr erfahren, klug und beredſam geweſen iſt. Mit dieſen vortrefflichen Eigenſchaften verband er noch den unbeſcholtenſten Charakter und die hoͤchſte Maͤßigung in Allem. Je mehr er deswegen allgemein verehrt wurde, deſto weniger war er darauf ſtolz, und deſto mehr bemuͤhte er ſich, durch herablaſſende Zuvorkom⸗ menheit ſein Volk zu gewinnen.

Er war von 1048— 1087 Probſt zu Goslar und