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diſchen Viſirator, Alerander Valignan, beauf⸗ tragt, ſich nach Makao, und bei erſter Gelegenheit nach China zu begeben. Er kam im Auguſt 1582 nach Makao, und im September 1583 mit ſeinem Beglei⸗ ter, P. Michgel Rugger nach China. Durch ſei⸗ nen feinen Umgang mit Jedermann, und durch das kluͤgſte Betragen erwarb er ſich bald die Gewogenheit aller Behoͤrden. Er mußte viele Unbilden ertragen und viele Beſchwerden beſiegen. Der Poͤbel von Kanton, wo er ſich nieder gelaſſen hatte, war wied gegen alle Fremde; er erzeigte dem Rieci nicht nur allen Hohn, fondern ſteinigte auch oͤfters ſein Haus, und beſchul⸗ digte ihn ſogar ſolcher Vergetzen, daß der Magiß rat ihm Undankbarkeit vorwarf, und ihn ſo lange einker⸗ kerte, bis er ſich gan; unſchuldig bewieſen hatte. Um die Einwohner fuͤr ſich zu gewinnen, fertigte er eine Weltkarte, Sonnenuhr und andere mathematiſche Werkzeuge. Er ließ dieſe durch die Obrigkeit im gan⸗ zen Reiche vertheilen, und erwarb ſich dadurch eine ſo allgemeine Achtung, daß er als der erſte Sterndeu⸗ ter angeſehen wurde. Nachdem ſein Anſehen, unge⸗ achtet vieler Raͤnke, ſich almaͤhlig ganz befeſtiget hatie, wurde er von der Hbrigkeit ſelbſt aufgefordert, ſich in der koͤnigli en Reſiden; nieder zu laſten. Er kam den 24. Jaͤnner 1604 mit eurvpaͤiſchen Geſchenten für den Chan dahin. Er gewann daſelbſt bei dem ganzen Volke eine hoͤhere Meinung von ſich, als je ein anderer Fremder wuͤnſchen, viel weniger hoffen konnte. Wah⸗ rend ſeines zehnjaͤhrigen Aufenthaltes in der Reſidenz war er ununterbrochen mit Fremden beſchaͤftiget, wel⸗ che aus allen Theilen der Welt dahin kamen, ihm ihre aufrichrige Verehrung zu beweiſen. Er kam in ſchrift⸗ liche Verbindung mit bekaunten und undbekannten Chi⸗ neſen aller Provinzen. Da durch ſeinen Einſluß die Zayl des Jeſuiten in China ſich jaͤhrlich vermehrte, und et oberßer Leiter der Miſſionaͤre war, welche er
innigſt Uebte, ſo nahm ihm das Beaniworten der


