Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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gierung von 2 3 Paͤpſten waͤhrend einer Reihe von Jahren ſehr gehemmt und zuletzt als ganz werthlos betrachtet wurde. Dieſe Verkennung ſeiner beſten Ab⸗ eßten kraͤntte in ſo tief, daß er Ruhe und Erholung edurfte. Er begab ſich nach Salerno, wo er am 11. Mai 1607 geſtorben iſt. Er hatte in chineſiſcher Sprache folgende Schriften beraus gegeben:. 1) Eine chriſtliche Lehre, in Verbindung mit Matth. Rieci, in welcher er, geſpraͤchsweiſe zwi⸗ ſchen einem Heiden und einem europacſchen Jeſuiten, die Glaubensgeheimuiſſe aus einander ſetzte, und die chineſiſchen Lehren widerlegte. 2) Wahrer Bericht vom heiligſten Geſetze des Himmelskoͤnigs 1581. 3) Die Leben der Heiligen, in Geſpraͤchen 1581. 4) Einige Briefe aus China an die Geſellſchaft Jeſu vom Jahre 1583 an, welche in der Sammlung der indiſchen Bri fe ſich beſinden*). Matthaͤus Ricci, geboren zu Macerate in Italien am 6 Oktober 1552, nammte aus einer ade⸗ lichen Familie. Er ließ ſich 1371 zu Rom der Geſell⸗ ſchaft Jeſu einverleiben, nachdem er ſich 3 Jahre ſchon der Rechtswiſſenſchaft gewidmet hatte. Sein Novizen⸗ meiſter war Alexander Valignan, nach deſſen Leitung er den hoͤchſten Ruhm erwarb. Denn ſobald er, als Schuͤler des beruͤhmten Chriſtoph Clavius aus Bamberg, zu Nom die phlloſophiſchen und thev⸗ logiſchen Studien vollendet hatte, wurde er als Miß⸗ ſionar 1577 nach Oſtindien geſchickt; in Geſellſchaft des indiſchen Prokurgtors P. Martin de Silva, traf am 12. September zu Goa ein. Nachdem er 4 Jahre theils mit Wiederholung ſeiner theologiſchen Wiſſenſchaft, theils mit Ertheilung des rhetoriſchen Unterrichts daſelbſt beſchaͤftigt war, wurde er vom in⸗

*) Alegambe bibliotheca scriptorum Societatis Jesu. Ed. II. Romae, 1076. p. 601 et 597.