Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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gab ſich waͤhrend derſelben alle Muͤhe, die Obrigkeit fuͤr die Erlaubniß zur Niederlaſſung zu gewinnen. Er fand bei einigen Staatsdienern Zutritt durch ſeine Ge⸗ ſchmeidigkeit; er benahm ſich ſo ernſt und fromm, und war ſo thaͤtig in der Erforſchung chineſiſcher Buͤcher, daß er ſich dadurch ſehr beliebt machte. Die erſte Folge davon war die Erlaubniß, im Palaſt der Geſandten von Siam ſeinen Gotkesdienſt zu halten. Durch ſeine wiederholten Beſuche der Jahresmeſſen, und durch die vervielfaͤltigten Geſchenke europaͤiſcher Waaren an die Magiſtratsperſonen, gewann er 1583 zu Seiangquin einen Platz zur Erbauung eines Wohnhauſes und einer Kirche: Er ſtellte beide ſchnell her, und richtete ſie auf bequeme Art ein. Da ſie eurbpaͤiſchen Geſchmack verriethen, ſo lockte dieſer viele Neugierige zur An⸗ ſchaunng, welchen Rugger bei dieſer Gelegenheit Verſchiedenes von der chriſtlichen Religion erzaͤhlte. ünterdeſſen hatte er viele Beſchwerden, Unbilden und Verfolgungen bis zur angedrohten Einkerkerung zu⸗ gleich zu erdulden. So wurde er von einem Betruͤger des Ehebruches vor der Obrigkeit beſchuldigt, welchen er zur Zeit veruͤbt haben ſollte, in welcher er erweis⸗ lich auf einer laugen Reiſe abweſend war. Die Ver⸗

laͤumdung wurde daher abgewieſen, ſeine Unſchuld offentlich erklaͤrt, und der Betruͤger mit Schlaͤgen und auf andere Weiſe hart geſtraft. 8 4 Zur Befeſtigung des Aufenthaltes in China rieth der Viſitator Alexander Valignan, im Namen des Papſtes eine Geſandtſchaft an den Kaiſer von China zu befoͤrdern. Er ſchickte deswegen Rugger nach Eu⸗ royag, welcher als erſter Eingeweihter Alles genauer erklaͤren und anordnen koͤnnte. Er hatte eine ſehr beſchwerliche Reiſe, litt beinahe Schiffbruch, landete 1588 zu Liſſabon, und begab ſich nach Madrid zum Koͤnige Philipp 1I., welcher ihn ſehr guͤtig aufnahm. Er reiſte nach Rom, wo ſein Geſchaͤft unter der Re⸗