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Briefe derſelben viel Zeit. Deſſen ungeachtet widmete er ſich auch mit Eifer der. vertraulichen Belehrung der Novizen, ſchrieb viele Buͤcher; und hielt bis zu ſei⸗ nem Tode Vorleſungen. Im Jahre 16 10 kehrte er einmal von einem Beſuche der Fremden ganz ermuͤdet nach Haus, legte ſich, und fuͤhlte ſeine Krankheit bald toͤdtlich. Er ermahnte ſeine Mitbruͤder zum Ausharren an der Pforte des Ruhmes, welche er ihnen eroͤffnet habe, und zum Ertragen der Beſchwerden und Gefah⸗ ren, welche ihnen kuͤnftig begegnen wuͤrden. Er ſtarb am 11. Mai mit edelſter Ergebenheit und mit dem Aus⸗ ſpruche der hoͤchſten Liebe zu ſeinen Ordensgenoſſen, beſonders„beſonders zu dem ihm unbekannten koͤnigli⸗ chen Beichtvater, Peter Cotton zu Palis. Seine Mitbruder ſuchten ſein Andenken durch Vervielfaͤlti⸗ gung ſeines Portraits zu erhalten. Da er nicht ver⸗ brannt werden ſollte, ſo ließen ſie ihn 112 Jahr lie⸗ gen; bis nach einem koͤniglichen Befehle ein Begraͤb⸗ nißplatz fuͤr ihn angewieſen wurde, wohin ſpaͤter auch die uͤbrigen Jeſuiten begraben wurden. Valerian Regnart ließ zu Rom 1618 ſein Bildniß im Kupfer⸗
ahdrucke mit der Lebensgeſchichte erſcheinen, worin er als erſter Verbreiter der chriſtlichen Religion durch das chineſiſche Neich, und als Erbauer von s katholiſchen Kirchen daſelbſt, geruͤhmt iſt. Er gab in chineſtſcher Sprache heraus:
1) Kosmographiſche und aſtrologiſche Vorſchriften.
2) Allgemeine Erdbeſchreibung, welche oͤfters auf⸗ gelegt wurde, nebſt Erlaͤuterungen derſelben.
3) Die 6 erſten Buͤcher Euelid's, mit Anmerkun⸗ gen von Chr. Clavius.
4) Deſſen praktiſche Arithmetik.
5) Deſſen Lehre von Uhren ꝛc.
6) Eine Erlauterung uͤber die Elemente. 7) Eine wiederholt gedruchte Glaubenslehre oder Katechismus.


