Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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wurde dadurch nicht eingeſchuͤchtert; vielmehr verkaufte er aus Geldmangel einen Theil ſeiner Kleider, und ſetzte den Prozeß fuͤnf Monate fort*). Waͤhrend die⸗ ſer Zeit konnte er, weil er nicht perſiſch verſtand, mit Iſaak, welcher weder lateiniſch, noch portugieſiſch redete, gar nichts ſprechen. Bei Gericht konnten ſie nur in der Ausſprache des Namens von Benediet Goz harmoniren, und keiner wurde von den Richtern verſtanden, bis endlich Kerdinand von Iſgak in zwei Monaten etwas perſiſch ſprechen lernte. Daraus

hellt alſo, daß auch Ferdinand weder rartariſch, noch chineſiſch(prechen konnte.

Zu den gerichtlichen Vorwuͤrfen der Mohamedaner gehoͤrt, Ferdinand ſei allem Anſehen nach ein Chi⸗ neſe, und IJſaak ein Mohamedaner. Dagegen er⸗ wiederte Erſterer, er haſſe die mohamedaniſche Reli⸗ gion: bekennte er ſich zu ihr, ſo wuͤrde er auch des Schweinfleiſches ſich enthalten. Sogleich zog er ein Stuͤck aus dem Aermel und verzehrte es mit Iſagak ſehr gierig. Alle Anweſende fingen an zu lachen, und die beſchaͤnten Mohamedaner ſchimpften auf den Ar⸗ menier, welcher vom chineſiſchen Betruͤger ſei hinter⸗ tergangen worden. Denn Benediet und Iſaak haͤt⸗ ten ſich auf der ganzen Reiſe des Schſweinfleiſches enthalten. Hierauf wurde die Hinterlaſſenſchaft des Goͤz dem Ferdinand zuerkannt; aber er fand nichts mehr als die unter der Erde vergrabenen Stuͤcke Mar⸗ mor, welche verkauft, zur Beiahlung der Schulden, und zur Beſtreitung der Reiſekoſten nach Peking ver⸗ wendet wurden. Beide trafen daſelbſt gluͤcklich ein, uͤberbrachten ein auf Goldpapier ſchoͤn gemaltes Kreuz und die Paͤſſe der Koͤnige von Kaſhgar, Khotam und Chalis, nebſt einigen andern Papieren.

*) Alſo war auch in Ching ſchon vor 200 Jahren die Gerechtigkeit im Schneckengange!