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Nicht weit von Khanbalu war der große Fluß Puli⸗Sangan, welcher ſich in den Ozean ergoß, und auf welchem ſtets Kauffarthei⸗Schiffe hin und her gleiteten. Ueber denſelben war eine Bruͤcke von 17 Bogen, aus 17 Pfeilern von Schlangen⸗Steinen geſprengt; zu beiden Seiten waren Tiger auf Pfeilern in einer Entfernung von 8 Fuß, zwiſchen welchen ſchoͤn geſchnitzte Platten geweſen ſind. Auf den bei⸗ den mittleren groͤßeren Pfeilern ſtand eine marmorne Schildkroͤte und ein Loͤwe. Hinter dieſer Bruͤcke fuͤhrte eine gerade Straße, neben vielen herrlichen Schloͤſſern und Oekonomie⸗Gebaͤuden, zwiſchen fchoͤnen Wein⸗ bergen und den fruchtbarſten Auen auf 30 Stunden fort, bis man an die ſehr große und ſchoͤne Stadt Gonza oder Cho⸗chew, oder Glogui gelangte. In dieſer fanden ſich mehre heidniſche Kloͤſter, ſehr viele Manufakturen der ſchoͤnſten ſeidenen und golde⸗ nen Stoffe, und der feinſten Leinwand, zahlreiche Kaufleute und Fremde. Außerhalb derſelben zielte ein Weg gegen den Ozean, der andere nach Kathay, ne⸗ ben vielen Schloͤſſern, Staͤdten, Obſtgaͤrten, thaͤtigſt bearbeiteten Landguͤtern und Weinbergen, deren ſaͤmmt⸗ liche Bewohner nur dem Handel und techniſchen Kuͤn⸗ ſten ſich widmeten, und hoͤchſt freundlich und geſellig gegen Fremde waren.
Nach 10 Tagreiſen erreichte man die Provinz und Stadt Ta⸗ywen⸗fu in Schanſi, deren umfaſſender Weinbau auch das Land Kathay mit Wein beſorgte.


