Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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geradlinigten und beſtens gepflaſterten Straßen und deren Trottoirs, noch in den vielen Pracht⸗Gebaͤu⸗ den; bloß der dazwiſchen befindliche kaiſerliche Palaſt machte den Unterſchird. In den Vorſtaͤdten wurden die Todten ſo wenig verbrannt oder beerdigt, als in der Stadt; beides geſchah außerhalb der Vorſtaͤdte und zwar verbrannten die urſpruͤnglichen Heiden der Tartaren und Chineſen alle Todte, die eingewanderten Sekten aber begruben ſie. Da alle Fremde in den Vorſtaͤdten wohnten, ſo fanden ſich daſelbſt auch feile Dirnen, oder Maͤdchen der Qual, aus allen Glaubens⸗ formen, welche die Stadt nicht beſuchen durften; man rechnete damals ſchon ihre Zahl uͤber 28,000. Ueber jedes 100 und 1000 derſelben waren beſondere, einander untergeordnete Befehlshaber geſtellt, uͤber alle zuſammen ein Oberbefehlshaber, deſſen Amt war, die Geſandten in jeder Nacht von andern Maͤdchen bedienen zu laſſen. Mit der faſt zahlloſen Menge von Kaufmannswaaren, welche taͤglich aus allen Theilen der Welt aukamen, gelangten auch neue auswaͤrtige Dirnen an. Die fremden Kaufleute allein erhielten taͤglich wenigſtens 1000 Wagen voll Seide, aus wel⸗ cher man daſelbſt die vortrefflichſten Zeuge webte; noch mehr Wagen voll Sdelſteine, Perlen, Rauchwerk und anderer wohlriechender Gegenſtaͤnde nebſt den außeror⸗ dentlich vielen zum Theile luxurioͤſen Lebensmit⸗ teln konzentrirten ſich hier aus den benachbarten Pro⸗ vinzen⸗ 3 tes B. China. I. 2. 2