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Ziele aller Tagreiſen waren Poſthaͤuſer mit ſchoͤnen Zimmern angelegt, worin große Hetrren mit allen Beduͤrfniſſen verſehen werden konnten, und s00 Pferde fuͤr Boten und Geſandte ſtets bereit ſtanden. Man rechnete 10,000 ſolcher Gaſthaͤuſer im ganzen Reiche. Alle an Wuͤſten grenzende Staͤdte waren verbunden fuͤr Pferde und Lebensmittel durch dieſelben zu ſorgen; und die an Fluͤſſen und Seen liegenden Staͤdte muß⸗ ten fuͤr ſchnelle und ſichere Ueberfahrt wa ſam ſeyn. Die Poſten konnten 200— 250 Stunden in einem Tage zuruͤck legen; bei dem Mangel des Mondlichtes muß⸗ ten eigene Diener, welche nach gebundenem Kopfe und Bauche den Pferden an Schnelligkeit gleich ka⸗ men, mit Pechfackeln leuchten. Die gut beſoldeten und von Abgaben befreiten Poſtknechte zu Fuß, welche Guͤrtel tragen, und rund umher mit Gloͤckchen beſetzt waren, wohnten in kleinen Haͤuſern 3—4 Meilen von einander; daher konnte der Chan in 2 Tagen aus einer Entfernung von 10 Tagreiſen Fruͤchte und Nach⸗ richten erhalten.
Außerhalb der eigentlichen Stadt Khanbalu ent⸗ ſprachen den 12 Thoren eben ſo viele Vorſtaͤdte, wo viele Kaufleute und alle Fremde wohnten. Denn der Aufenthalt des Hofes in der Stadt, und der Zuſam⸗ menfluß von Waaren lockte eine ſtets zuſtroͤmende Menge fremder Kaufleute herbei. Doch waren dieſe Vor⸗ ſtaͤdte ganz verſthieden, von andern in Europa: denn ſie unterſchieden ſich von der Haupiſtadt weder in ben


