Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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fang jenem eines Dorfes glich. Im Tempel zuͤndeten ſie eine Menge Kerzen an, und veruͤbten viele bedeu⸗ tungsloſe Zeremonien unter wildem Geſange. Dieſe Moͤnche fuͤhrten ein keuſches Leben, und weihten ſich der haͤrteſten Entſagung alles Fleiſches und anderer Genuͤſſe; ſie genoßen nichts, als eine Art in Waſſer gekochter Kleien; ſie waren mit grobem Zeuge von dunkler Farbe bekleidet, und ſchliefen ohne Unterlage auf dem kaͤlteſten Fußboden. Dagegen gab es auch be⸗ weibte Moͤnche, welche die Enthaltſamkeit der Erſte⸗ ren nicht lobten, weniger ſtreng lebten, und ſogar behnupteten, durch deren Lebensweiſe wuͤrde den Göt. tern nicht gedient.

Waͤhrend der Monate Dezember, Jaͤnner und Februar wohnte Hupilai in der Fuͤrſtenſtadt Kham⸗ balu an der Graͤnze von Katay naͤchſt einem großen Fluſſe. Als er von ſeinen Sternſehern erfuhr, daß dieſelbe ſich empoͤren wolle, baute er jenſeits des Fluſ⸗ ſes eine neue Stadt Tatu(Pecking), und befahl den Bewohnern der alten, dieſe zu beziehen. Sie ſtellte ein gleichſeitiges Viereck vor, und hatte 24 Meilen im Umfange. Die Mauern waren aus Erde 10 Fuß boch, unten auch zu 16 Fuß dick, und verjuͤngten ſich bis zur Dicke von 3 Fuß. Sie hatte 12 Thore, auf jeder Seite drei, uͤber welche praͤchtige Palaͤſte ſich er⸗ hoben; eben ſo uͤber die vier Winkel der Mauer, wo die Waffen der Beſatzung aufbewahrt wurden; an je⸗ dem Thore ſtanden 1000 Soldaten zur Wache.