Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Außen reich verziert, mit 20o ſeidenen Schnuͤren wie ein Zelt befeſtigt war, und deßwezen auch verſetzt werden konnte. Das Dach war aus vergoldeten und uͤberſtrnißten Roͤhren gebaut, welche in einander la⸗ gen, damit kein Regen eindringen konnte.

In dieſem Palaſte und Luſthauſe verweilte H u⸗ pilai⸗han gewoͤhnlich waͤhrend der Monate Juni, Juli und Auguſt. Am 28. Auguſt verließ er die Stadt, und begab ſich mit einer Heerde von vielen 1000 weiſ⸗ ſen Pferden an einem zum Dankopfer fuͤr die Ernte beſtimmten Onte, wo er dem unſichtbaren Gott fuͤr die Fortdauer ſeiner Geſundheit, wie fuͤr jene ſeiner Wei⸗ ber, Kinder, Voͤlker und aller Thiere gebeten hat. Waͤhrend dieſes Gebetes wurde durch die Prieſter Milch von weißen Stuten in ſehr ſchoͤnen Gefaͤßen gereicht, aus welchen er dieſelbe zur Verſoͤhnung der Schutzgeiſter auf die Erde goß, und dann auch mit ſeinen Verwandten trank. Den Prieſtern ließ er fuͤr ihre Feſttage Widder ſchenken, welche ſie unter dem Dampfe von Weihrauch und Aloeholz ihren verſchiede⸗ nen Goͤtzen opferten, kochten, und unter großem Ge⸗ ſchreie denſelben noch einmal vorſetzten, ehe ſie die⸗ ſelben verzehrten. Mit der davon errungenen Fluͤſſig⸗ keit befeuchteten ſie dann die Erde, um ihre Goͤtter fuͤr die Befruchtung der Felder zu gewinnen. Eine Klaſſe von etwa 2000 Moͤnche, welche verſchieden ge⸗ kleidet und geſchoren, dem Goͤtzendienſte ſich widme⸗ ten, bewohnten in der Naͤhe ein Kloſter, deſſen Um⸗