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Tenduk(Senduch), deren Einwohner, groͤßtentheils Neſtorianer, gute Gamelotte, Gold⸗ und Silberſtoffe
verfertigten. Von Tenduk zaͤhlte man Tagreiſen bis
zur Provinz Kathay, in welcher die Stadt Sin⸗ diſin von vielen Waffen⸗Fabrikanten bewohnt war. Drei Tagreiſen lag die Stadt Dſiangauor, wo der Chan einen großen Palaſt hatte, welchen er wegen der Jagd auf den benachbarten Teichen und Fluͤſſen oͤfters bewohnte. Es gab naͤmlich viele Schwaͤne, Faſanen, Rebhuͤhner und andere Voͤgel, deren fuͤnf⸗
artige Kraniche Federn wie die Pfauen, oder gelbe,
andere roth und blau vermiſchte und ſchwarze Fluͤgel, andere rothe und ſchwarze Koͤpfe hatten.
„Fuͤnf Tagreiſen gegen Nordoſt lag die Stadt Schonthu, welche Hupilai⸗han erbaut, mit einer Mauer, einem ſehr großen marmornen Palaſt, und einem Thiergarten von 46 Stunden im Umfange, verſehen hatte. Daſelbſt waren große Parks von Wie⸗ ſen, durch Fontainen und Baͤche befeuchtet, durch Hir⸗ ſche, Rehe, Falken und andere Thiere belebt, welche mehr zur angenehmen Augenweide, als zur Tafel des Chans beſtimmt waren. Das gewohnte Jagd⸗Ver⸗ gnuͤgen feſſelte ihn jaͤhrlich geraume Zeit an dieſe Ge⸗ gend; er jagte zu Pferd durch abgerich tete Leoparden, welche die Dammhirſchen fingen, und den Greiffalken uͤberlieferten. In der Mitte des Thiergartens war ein kleiner Hain, mit einem auf uͤberfirnißten Pfei⸗ lern ruhenden Luſthauſe, welches von Innen und


