ſchen in ſehen, wenn man nicht manche Berghoͤhle
8 Fuß hoch, und fuͤr deren Dienſt beſondere Verehrer oder Prieſter ernannt waren, welche vor ihren uͤbrigen Glaubensgenoſſen ſehr ausgezeichnet wurden. Mehre derſelben hatten ſich freiwillig zur Keuſchheit verpflich⸗ tet, welche ſie ſtreng beobachteten. Sie berechneten ihre Zeit nach Monden⸗Jahren, nach welchen auch ihre Monate und Wochen eingetheilt waren. In je⸗ dem Monate enthielten ſie ſich 14 Tage aller Fleiſch⸗
ſpeiſen; ſie toͤdteten nicht einmal Thiere, und fuͤhr⸗
ten das ordentlichſte Leben. Jeder andere Heide konnte ſo viele Weiber, ſelbſt Verwandte, Blutsfreunde und fogar Stiefmuͤtter nehmen, als er zu. ernaͤhren im Stände war; doch nur eines war das rechtmaͤßige und geachteſte. Er erhielt von den Weibern kein Heiraths⸗ gut, ſondern er unterſtuͤtzte ſee mit Geld, Vieh und Dienſtleuten ſo gut, als die oͤfonomiſchen Verhaͤlt⸗ niſſe es erlaubten. Fand er an einem Weibe keine Luſt mehr, ſo konnte er es auf der Stelle entlaſſen, ohne ihm eine Entſchaͤdigung zukommen zu laſſen. Von Cham pion fuͤhrten zwei Straßen nach Nord und Nordoſt durch Karakorum, und nach Oſt durch Schantu; erſtere nach 12 Tagreiſen in die Stadt Echiga am Fluſſe gleiches Namens, wo mehre Land⸗ wirthe als Kraͤmer wohnten, und die Reiſenden mit Lebensmittel verſahen, welche die große Sandwuͤſte gegen Nord durchziehen wollten. Denn daſelbſt war weder gruͤnes Gras, noch eine Wohnung fuͤr Men⸗


