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und Silber⸗Geſchirren gefuͤllten Kiſten, ferner mit ſeidenem Zeuge bedeckten Kameele an ſeinen Hof ge⸗ bracht. Des Morgens verſammelten ſich alle Koͤnige, Reichsraͤthe, Feldherren, Kriegs⸗Bedienſtigte, Aerzte, Sterndeuter, Falkonier, Statthalter ꝛc. theils auf dem großen Saale, theils auf dem daran ſtoßenden Platze, wo ſie alle vom Chan uͤberſehen werden konn⸗ ten. Nach eingetretener Ordnung erhob der Herold ſeine Stimme mit den Worten: Neiget euch zur Erde, und betetl und. nachdem alle ſich mit der Stirne bis auf den Boden neigten, ſprach er: Gott erhalte unſern Herrn bei langem, freude⸗ vollen Leben! worauf Alle vier Mal erwiedern: Gott gebe es! Der Herold ergriff dann auf einem koͤſtlich geſchmuͤckten Altar ein rothes Taͤfelchen, wor⸗ auf der Name des Chans eingegraben war, und be⸗ raͤncherte es mit großer Ehrfucht; dieſem Beiſpiele folgten alle Anweſende. Nach dieſer Zeremonie wur⸗ den die obigen Geſchenke uͤberreicht, und die Geber mit einem großen Schmauſe entſchaͤdigt. Endlich wurde ein zahmer Loͤwe herein gefuͤhrt, welcher ſich, wie ein Hund, zu den Fuͤßen des Chans legte. Innerhalb einer halben Meile von dem Orte, wo derſelbe ſich befand, war nicht das geringſte Geraͤuſch erlaubt. Je⸗ der Reichsrath trug ein bedecktes Gefaͤß zum Ausſpeien bei ſich, zoggſeine Halbſtiefel aus, und andere aus weißem Leder an, damit der Fußteppich nicht im ge⸗ ringſten beſchmutzt wurde.


