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Melkung der Pferde, und mit der Fertig ung leder⸗ ner Saͤcke zur Aufbewahrung der Milch. Die Wei⸗ ber ſetzten die Haͤuſer auf die Wagen, oder nahmen ſie von dieſen ab, fuͤhrten dieſe Wagen, melkten die Kuͤhe, bereiteten Butter, Kleider, hoͤlzerne Schuhe, und den Filz zur Bedeckung der Haͤuſer. Die Klei⸗ der wurden nie, die Haͤnde und der Mund wenig gewaſchen. Das Jagen und Fangen wilder und zah⸗ mer Thiere war eine ihrer vorzuͤglichſten Beluſti⸗ gungen.
Kranke durften von Niemanden als der Diener⸗ ſchaft beſucht werden; bei vornehmen Perſonen wurde Wache ausgeſtellt, um jeden Zutritt zu beſeitigen, durch welchen boͤſe Geiſter oder Winde ſich einſchleichen koͤnnten. Bei Todes⸗Faͤllen war ein großes Trauer⸗ Geſchrei; die damit betroffenen Familien wurden auf ein Jahr von den Abgaben befreiet, ſtatt daß in Seutſchland dafuͤr noch neue erhoben werden. Da⸗ gegen durfte kein Familienglied bei dem Tode eines Mannes waͤhrend dieſes Jahres, und bei jenem eines Kindes auf 4 Wochen, ſich dem Hofe des Chans naͤ⸗ hern. Bei dem Grabe des vornehmen Hausvaters, mit welchem auch deſſen Schatz beerdigt wurde, blieb dines ſeiner Haͤuſer ſtehen, damit Jemand darin wachen konnte. Auf das erhabene Grabmal wurde das thonene Bildniß des Verſtorbenen, mit dem Ge⸗ ſichte gegen Morgen, und mit einer Trinkſchale vor dem Bauche geſtellt. Auf die Graͤber reicher Leute
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