Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Konige Ludwig erſt ein Vermittlungs⸗Schreiben au ſeinen Provinzial ausbat, um zuruͤck zu kommen.

In ſeinem Berichte an den Koͤnig Ludwig be⸗ ſchrieb er die Kleidung der gemeinen Tartaren aus Thierhaͤuten. Die Maͤdcehen hatten kur eine Locke 3 uͤber die Stirne und zwei hinter den Ohren haͤngen, die uͤbrigen Haare waren abgeſchnitten; auch die Weiber ſchoren ſich vom Wirbel bis an die Stirne

glech nach der Hochzeit ab. Sie trugen einen Haupt⸗ ſchmuck aus Baumrinde oder anderem leichten Stoffe,

uͤber welche ein mit Seide umzogener Thurm von 2 Fuß ſich erhob, uͤber welchen noch gleich hohe En⸗ ten⸗ oder Pfauen⸗Federn flatterten; das Ganze war unter dem Kinne feſtgebunden. Ihre Kleidung war ſo weit, wie jene unſerer Nonnen, vorne offen und rechts geguͤrtet; bei dem Reiten mit ausgebreiteten Schenkeln banden ſie dieſelbe durch blauſeidene Baͤu⸗ der theils um die Lenden, theils um die Bruſt. . Ihre Haͤuſer ruhten auf vierraͤderigen Wagen, batten 30 Fuß im Durchmeſſer, und beſtanden aus Balken von Weiden durchflochten. Die Axen der Wagen glichen dem Maſtbaume eines Schiffes; er wurde gewoͤhnlich von 20 22 Ochſen gezogen. Der Hausrath lag in großen Koͤrben, welche mit ſchwar⸗ zem, durch Unſchlitt uͤberſchmiertem Filze bedeckt wa⸗ ren, um den Regen abzuhalten. Dieſe von Weiden geflochtenen Kiſten ruhten auf beſondern Wagen, welche durch Kameele gezogen wurden, deren man