Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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zember eintraf. Am 5. Jaͤnner 1254 machte er ſeine feierliche Aufwartung daſelbſt, erhielt die Erlaubniß zu einem 4monatlichen Aufenthalte und das Ver⸗ ſprechen der freien Verpflegung bis Karakarum. We⸗ gen der außerordentlichen Kaͤlte, welche jaͤhrlich von Weihnachten bis Oſtern daſelbſt dauert, bediente er ſich der ihm dargebotenen Betten, Noͤcke, Beinklei⸗ der und Stieſel aus roher Schafwolle, der Pelzmuͤ⸗ tzen und Filz⸗Schuhe, nachdem ſeine Fuͤße und Oh⸗ ren, wie jene ſeiner Begleiter bereits erfroren wa⸗ ren. Unterdeſſen wurde er daſelbſt mit einer Frau, Paſcha, aus Lothringen, bekannt, welche in Un⸗ garn gefangen, dann an einen ruſſiſchen Zimmer⸗ mann verehlicht, ſehr vergnuͤgt lebte, und bereits 3 Kinder von ihm geboren hatte. Von ihr erfuhr er, daß zu Karakarum ein zu Paris geborner Gold⸗ ſchmied wohne, deſſen Sohn ein guter Dolmetſcher ſei.

Unglücklicher Weiſe hatte der Prieſter Theodo⸗ lus Raymond aus Aeon in Syrien ein Jahr fruͤ⸗ her den Chan Mengko zu betruͤgen geſucht, wo⸗ durch ein Verdacht gegen alle chriſtliche Miſſionaͤre bei ihm entſtand. Auch der an ſeinem Hofe befind⸗ liche Moͤnch Sergius, aus der neſtorianiſchen Sekte, wußte ſich nicht bei ihm in Anſehen zu erhalten. Dieſes Mißverhaͤltniß hatte uachtheiligen Einfluß auf Nubruck. Doch bekam er Gelegenheit, in der Hof⸗ kapelle den Dienſt der Moͤnche bei dem Chan und