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nach ſeiner Fahrt auf der portugieſiſchen Flotte(1484 — 4488) um die Weltbeſchreibung ſich erwarb, hat deſ⸗ ſen edler Landsmann, Chriſtoph Gottlieb von Murr, erſt zu unſern Zeiten in das hellſte Licht geſetzt.
Nach der allgemeinen geographiſchen Bildung, welche im Mittelalter herrſchend war, konnten alſo auch die meiſten Reiſenden nur ſehr unrichtige und unvollſtaͤndige Berichte von ihren Wanderungen er⸗
ſtatten. Außer den bereits oben erwaͤhnten zeichnete ſich der Dominikaner Bonaventura Burkard
aus Weſtphalen 1240 durch ſeine Beſchreibung des gelobten Landes, wo er 10 Jahre war— ferner der italiſche Minorit Johann de Plano Carpini durch vollkommene Schilderung der Mongolen, wie ſie zum Theile jetzt noch ſind, in der Mitte des drei⸗ zehnten Jahrhunderts aus. Sein Ordens⸗ und Zeit⸗
genoſſe, Wilhelm Rubruquis ergaͤnzte die Be⸗
richte ſeiner Vorgaͤnger uͤber die Tartarei, ohne ſie zu kennen, wodurch ſeine Wahrhaftigkeit um ſo ſchoͤner ſich erprobte. Der venezianiſche Kaufmann, Marco Paolo, reiſte 24 Jahre vor 129s durch den groͤßten Theil des Orients. Schrieb er gleichwohl ſeine Be⸗ obachtungen erſt nach der Ruͤckkehr aus dem bloßen Gedaͤchtniſſe nieder, ſo verbreitete er doch zuerſt eini⸗ ges Licht uͤber Japan und den indiſchen Ocean, und berichtigte viele Irrthuͤmer ſeiner Vorgaͤnger uͤber andere Laͤnder. Sein Reiſe⸗Bericht hat ſich durch Zuverlaͤſſigkeit in ſo hohen Ruhm verſetzt, daß er aus


