Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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glaͤubige Spanier Benjamin aus Tudela, welcher uͤber Konſtantinopel in die ſineſiſche Tartarei und nach Indien, dann uͤber das Meer und Aegypten nach Europa, gegen das Ende des zwoͤlften Jahrhun⸗ derts, zuruͤck reiſte, verbreitete mehr Irrthuͤmer, als gegruͤndete Nachrichten, uͤber die von ihm durch⸗ wanderten Erdſtriche. Sein Glaubens⸗Genoſſe, Mo⸗ ſes Petachia aus Regensburg, welcher von Prag durch Pohlen in die Tartarei, dann durch Aſien und Palaͤſtina vor 1187 reiſte, erzaͤhlte dem juͤdiſchen Ver⸗ faſſer ſeiner Reiſe viel wichtigere Nachrichten, welche ſpaͤtere Geographen zu weitern Forſchungen veran⸗ laßten.

In den Abendlaͤndern war das wiſſenſchaftliche Streben auf die Dom⸗ und Kloſter⸗Schulen einge⸗ ſchraͤnkt, wo man ſich mit Vervielfaͤltigung der Ab⸗ ſchriften beruͤhmter Werke der Roͤmer und Griechen mehe beſchaͤftigte, als mit planmaͤßigen Reiſen zur Erforſchung der Erde und des Himmels, obgleich das Leſen der Werke von Kaſſiodor, Martianus Capella und Guido von Navenna den Geiſtlichen ſehr empfohlen war. Zwar erhoben ſich mehrere der⸗ ſelben zu eifrigen Geſchichtſchreibern einzelner Hei⸗ ligen und Kloͤſter, wie ganzer Voͤlker, und webten in dieſe Geſchichten auch ihre duͤrftigen geographiſchen Kenntniſſe; allein nicht zum Gewinne der Wiſſenſchaft. Erſt zu Ende des zehnten und im Anfange des eilf⸗ ten Jahrhunderts ſuchten geiſtreiche Maͤnner ihre