Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10 von den Griechen ererbten, Erdkunde ſehr vertraut waren. Der Handelsgeiſt fand ſo reiche Nahrung, wie die Neugierde einzelner Araber, auf den Reiſen durch die weiten Provinzen, wovon ſie Tagebuͤcher fertigten. An ihr Urbild der mathematiſchen Geogra⸗ phie des Ptolemaͤus knuͤpften ſie die hiſtoriſche aus dem reichen Fuͤlhorne der Erfahrung. Nur iſt zu bedauern, daß die wenigſten geographiſchen Schriften der Araber uͤberſetzt, und durch Druckpreſſen ganz ge⸗ meinnuͤtzig geworden ſind.

DSpo gerne die Araber ihren uͤbrigen Provinzen die freie Wahl zwiſchen der mahomedaniſchen Religion und dem Tribut ließen, ſo hart ſuchten ſie in Perſten gegen die Magier zu verfahren, die Religion mit der Sprache zu verdraͤngen, und ihre Literatur vor⸗ herrſchen zu laſſen. Erſt vom zehnten und eilften Jahrhunderte an gewannen die Perſer wieder einige Selbſtſtaͤndigkeit gegen ihre Unterdruͤcker, und durch dieſe hob ſich auch die perſiſche Geſchichte, Erd⸗ und Himmelskunde, wie einige Ueberſetzungen in das Eng⸗ liſche bewieſen haben, wenigſtens etwas.

Obgleich die Juden im Allgemeinen den Wan⸗ derungs⸗Geiſt von ihren erſten Voraͤltern auf die ſpaͤteſte Nachwelt fortgeerbt haben, ſo hat doch kei⸗ ner von der Zerſtoͤrung Jeruſalems an bis zum Mit⸗ telalter ſeine Schickſale und Erfahrungen auf Reiſen niedergeſchrieben, oder zur Erweiterung der Erd⸗, Voͤlker⸗ und Himmelskunde mitgetheilt. Der leicht⸗