Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ließ ſie im Archive niederlegen, wo ſie von ſpaͤteren

Forſchern bis auf Plinius benutzt wurden. Andere Roͤmer machten keine ſo große Fortſchritte, ſondern blieben bei den Vorarbeiten der Griechen ſtehen. Selbſt Tacitus und Pomponius Mela webten

enur die Sagen der Eroberer in ihre Werke ein.

Plinius fuͤgte blos ſeine eigenen Anſichten uͤber In⸗ dien und das noͤrdliche Europa hinzu, und Soli⸗ nus war nur deſſen Nachbeter. Alle uͤbrigen Bei⸗ traͤge zur Erdkunde ſind magere Skizzen, und konnten boͤchſtens als Poſt⸗Karten der roͤmiſchen Obrigkeiten dienen, bis Guido von Ravenna im neunten Jahr⸗ bunderte erſt eine Welt⸗Beſchreibung verfaßte.

So vielſeitige Kenntniſſe auch der Armenier Mo⸗ ſes von Chorene auf ſeinen Reiſen durch Palaͤſtina, Griechenland und Italien, im fuͤnften Jahrhunderte ſich aneignete; ſo hinterließ er doch kein Denkmal der⸗

ſelben fuͤr die ſpaͤteſte Nachwelt; dieſe mag ſich mit 7.

ſeinem Auszuge ans der Chorographie des Pappus von Alexandrien begnuͤgen. Die Begruͤndung der Re⸗ ligion Mohamed's hatte die Verbreitung ſeiner Herrſchaft uͤber ganz Afrika, wie uͤber einen großen Theil Aſien's und Europa's zur Folge, und nach dem Siege der Waffen wurde auch die Sprache und Kul⸗ tur der Araber von Indien bis Spanien die herr⸗ ſchende der eroberten Laͤnder. um dieſe genau ken⸗ nen zu lernen, ließen die Chalifen Beſchreibungen derſelben durch Maͤnner verfaßen, welche mit der,