Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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den beruͤhmten Claudius Ptolemaͤus zu Forſchun⸗ gen, deren Reſultate wir noch in den Karten wie im Terte ſchaͤtzen. Aus deſſen Werke bildeten ſich erſt Agathemer im zweiten, Marcian von Heraelea im vierten, Stephan von Byzanz im fuͤnften, und Cosmas von Alexandrien im ſechſten Jahrhunderte, und ſuchten ihre Kenntniſſe durch Reiſen zu erwei⸗ tern. Es iſt Schade, daß nur Bruchſtuͤcke ihrer Ar⸗ beiten als Denkmaͤler ihrer Anſtrengung uns iͤbrig blieben. Deerr hohe Bildungs⸗Grad, welchen Srirchenland vor den Roͤmern errungen hatte, noͤthigte dieſe, ſich von Griechen unterrichten zu laſſen, und ihre Werke als das hoͤchſte alles wiſſenſchaftlichen Stre⸗ bens zu verehren. Wie in andern Zweigen, ſo ſchrit⸗ ten die Roͤmer auch in der wiſfenſchaftlichen Bear⸗ beitung der Erdkunde nicht uͤber ihre Lehrer vor. Was ſie auf ihren weitlaͤufigen Reiſen und Eroberun⸗ gen noch dazu lernten, diente blos zur mannigfaltige⸗ ren Anwendung des herrſchenden Syſtems. Erſt Auguſt's Buſenfreund, Marceus Vipſanius Agrippa, welcher ſich mit deſſen Tochter Julia verehlicht hatte, ließ alle Theile des roͤmiſchen Reiches vermeſſen, Karten entwerfen, und dieſe in einem offenen Gange zu Rom dem Publikum zur Einſicht mittheilen. Sobald dieſe Karten den allgemeinen Beifall eingeerntet hatten, verfaßte er auch eine Er⸗ laͤuterung derſelben zum offiziellen Gebrauche, und

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