Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

245

betete, welchen man zahm in dem See erzog. Sie mag etwa 4 Meilen im Umfange, und auf jeder Seite einen Kanal gehabt haben; die Ueberbleibſel ſind ge⸗ ringe. Die Gegend wird durch viele Kanaͤle bewaͤſ⸗ ſert, uͤber welche Bruͤcken von Backſteinen geworfen ſind. Etwa 3 Meilen gegen Suͤd⸗Weſt ſteht ein Obe⸗ liſk aus rothem Granit. Nicht weit davon iſt der Ort Gerot, wo wir den hoͤflichen Scheick beſuchten. Wir gingen dann meiſtens durch Waͤlder von jungen Palm⸗ baͤumen nach Tobar, in welcher Gegend viele Wein⸗ gaͤrten ſind. Auſſer den Waͤldern kamen wir durch Getraid⸗Felder, dann durch oͤdes Land, uͤber den trocknen Grund eines Kanals, zu dem breiten Boden des Bahr Joſeph, welcher in die See Moͤris fließt. Dieſer Fluß iſt ohngefaͤhr 100 engliſche Ru⸗ then breit, hat Klippen, welche an der oͤſtlichen Seite nicht unter 40, an der Abend⸗Seite etwa 30 Fuß hoch ſind. Gegen Morgen gibt es ſchwarze Erde, welche 6 20 Fuß hoch iſt, was nur aus fruͤheren Ueber⸗ ſchwemmungen erklaͤrbar iſt. Weiter hinab iſt ſandi⸗ ger Thon von hellgelber Farbe, unter welchem Felſen gefunden wird. Das Land gegen Weſt heißt Nesle, und iſt auf 3 Meilen gut angebaut. Hier mag man am fruͤheſten unter allen Orten Aegyptens ern⸗ ten: denn am 16. Februar ſah ich die Gerſte bereits sgeſchnitten und gedroſchen.

Der große Flecken Nesle liest ganz nahe bei dem