Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Wir waren jetzt in der fruchtbaren Provinz Ar⸗ ſinoe, der Zierde Aegyptens. In dieſer allein wach⸗ ſen die Oliven wild, welche zu Alexandrien durch Kunſt in den Gaͤrten gezogen werden; dann Wein, Korn und Huͤlſenfruͤchte im Ueberfluße.

Bei fortgeſetzter Reiſe kamen wir nach Baja⸗ mut, auf deſſen noͤrdlicher Seite Ruinen von Pyra⸗ miden ſind. Hier ſiebt das Volk den Sand, um Sie⸗ gel und Schauſtuͤcke zu finden. Wir gelangten durch ein tiefes Bett eines Kanals, und durch die Ueber⸗ bleibſel von Arſinoe nach Fajume. Dieſe Stadt haͤlt etwa zwei Meilen im Umfange, iſt ſehr ſchlecht, und meiſtens aus gebrannten Steinen gebaut; der Kaſchif oder Statthalter wohnt daſelbſt, auch verſchie⸗ dene reiche Beſitzer naher Doͤrfer. Sechzig angeſehene arabiſche Einwohner fuͤhren den Titel Scheick; einer iſt ihr Vorſtand alle zuſammen bilden den Divan des Kadi, welcher woͤchentlich zweimal gehalten wird; der Kadi wird jaͤhrlich einmal von Konſtantinopel geſen⸗ det. Er hat aber einen daſelbſt wohnhaften Stellver⸗ treter. Der Divan wird auf beſondere Veranlaſſungen vom Kadi immer erſt angeordnet. Hier iſt eine große Manufaktur der Decken, womit die Boden der Zim⸗ mer belegt werden. Auch bereiten ſie viel Roſenwaſſer fuͤr die Speiſen und zur Benetzung der Gaͤſte, ehe dieſe geraͤuchert werden. Eben ſo verfertigen ſie grobe Klei⸗