227
nen Altars ſcheinen zwei Pferdekoͤpfe eingehauen zu ſeyn. Außer jenem ſind noch andere halbzirkelichte Thuͤrme, welche vielleicht zur Einfaſſung des Palaſtes dienten. In dieſem Quartier iſt eine große Moſchee, welche jener zu Mekka gleichen ſoll.
Oſtwaͤrts von Tailun benfindet ſich das Kaſtell von Kairo auf einem felſigen Huͤgel, und ſcheint durch Kunſt von dem Huͤgel Jebel Duiſe getrennt zu ſeyn; man ſagt, Saladin ſey der Erbauer. Auf der Nordſeite ſind zwei Thore; jenes gegen Weſt traͤgt den Namen der Azaaber, jenes gegen Oſt den der Janitſcharen. Es iſt zwar mit Mauern umge⸗ ben; da es aber niedriger, als der oͤſtliche Huͤgel iſt; ſo dient es ſeit der Erfindung der Geſchuͤtzkunſt zu keiner Schanze nrehr. An der Weſtſeite des Kaſtells ſind Ueberbleibſel ſehr großer Gemaͤcher, deren einige gewoͤlbt, und mit moſaiſchen Gemaͤlden von Baͤumen und Haͤuſern geziert. Man bedient ſich jetzt dieſes Theiles des Kaſtelles zum Weben, Goldwirken, und zur Bereitung der Teppiche und Decken, welche jaͤhr⸗ lich nach Mekka geſendet werden.
Ueber dem Kaſtell liegt oſtwaͤrts ein erhoͤhter Bo⸗ den nahe bei dem großen Saale, Joſephs⸗Halle genannt, wo man eine entzuͤckende Ausſicht nach Kairo, auf die Pyramiden und deren Umgebung hat. Vermuthlich fuͤhrte eine offene Gallerie zu dem praͤchtigen Zimmer, welches jetzt, außer der ſuͤdlichen Seite, uͤberall offen, und mit ſehr großen und ſchoͤ⸗


