Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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nen Saͤulen von Granit geziert iſt. Einige Kapitaͤler der Pfeiler ſind gut korinthiſch, andere ganz platt, und andere nur mit Linien wie Laubwerk gezeichnet. Manche derſelben beſtehen nur aus glatten Steinen

mit geringer Verzierung, und haben nur ein hohes

Fußgeſtell nach alt⸗aͤgyptiſcher Art; auf jedem Pfeiler iſt eine arabiſche Zeile eingegraben. Ueber den Pfei⸗ lern und Bogen iſt eine Art hoͤlzerner Frieſe mit ara⸗ biſcher Inſchrift. Die Saͤulen ſcheinen von alten Ge⸗ baͤuden aus Alexandrien hieher gebracht zu ſeyn. Gegen die weſtliche Seite des Kaſtelles iſt ein Kerker, worin Joſeph verwahrt geweſen ſeyn ſoll.

In der Mitte des Kaſtelles iſt ein geraͤumiger Hof, an deſſen ſuͤdlicher Seite die Gemaͤcher der Baßen, wie auch der große Divan uͤber dem ſchwar⸗

zen Platze gegen Suͤd iſt. In dieſem ſah ich die le⸗

dernen ½ Zoll dicken Schilde und Wurfpfeile, wel⸗ che Sultan Amurath eingeſchoſſen hat. Auch iſt hier der Divan der Beys, welche ſich unter dem erſten Miniſter(Kaia) des Baßen woͤchentlich dreimal ver⸗ ſammeln. Beliebt es dem Baßa, ſo ſitzt er in ei⸗ nem Zimmer des Hintergrundes, aus welchem er durch eiſerne Gitter die Verhandlungen des Divans beobachten kann. Ein Fremder darf in Begleitung des Dolmetſchers eines Konſuls hinein gehen; er wird dann in das Kaffeezimmer des Baßa gefuͤhrt, wo er mit Zuckerwerk und Kaffee von der Dienerſchaft be⸗ wirthet wird. Nahe iſt die Muͤnzſtette fuͤr Gold und