182
Schreitet man auf dieſer Ebene vorwaͤrts, ſo kommt man in eine Kirche mit zwei Kapellen, fuͤr die Griechen und Roͤmiſch⸗Katholiſchen, worauf die bib⸗ liſche Stelle, 2. Moſ. 31, 18., Bezug haben ſoll. Die tuͤrkiſche Moſchee auf der anderen Seite gegen Suͤd⸗ Suͤdweſt hat eine laͤnglichte Geſtalt; man findet in ihr verſchiedene Gefaͤße mit Myrthen und andern Opfer⸗ ſtoffen gefuͤllt. Unter dem oͤſtlichen Theile derſelben iſt eine Hoͤhle, groͤßer als jene des Elias, in wel⸗ cher Moſes nach der Meinung der Tuͤrken ſich auf⸗ hielt, ſo oft er die Spitze des Berges erſtiegen hatte. Der Eingang zu dieſer Hoͤhle eroͤffnet einen Blick in das fuͤdweſtliche Thal, wo RNaphidim ſteht, und die Iſraeliten, nach 2. Moſ. 17, 1., wegen Mangels an Waſſer gemurrt haben. Von dieſem Berge hat man noch eine ſchoͤne Ausſicht nach dem Berge der h. Katharina gegen Suͤdweſt, und auf das rothe Meer gegen Suͤd und Weſt. Nach vollbrachtem Ge⸗ bete ſtiegen wir wieder zu dem Brunnen des Berges
Horeb hinab, wo wir unſer Mittagsmahl verzehrten.
Um 14 Uhr zogen wir durch das Thal, welches ſich gegen Nordweſt ausdehnt, aber wie im Kreiſe uns gegen Suͤd fuͤhrte. Waͤhrend dieſer Tagreiſe ſtießen wir auf ehemals bewohnte Oerter und auf Kirchen; die merkwuͤrdigſte der letzteren iſt jene des h. Panta⸗ leons. Ueber dieſe iſt naͤmlich zur Linken gegen Suͤdoſt an der Spitze des Berges eine Hoͤhle, in wel⸗
*
cher zwei Koͤnigsſohne ihr Leben unter ſrenger Bubße


