Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſteile gegen Suͤden gerichtete Weg noch beſchwerlicher geweſen, als am vorigen Tage. Nachdem wir 3/4 Stunde hinauf geſtiegen waren, wurde uns ein Ort zur Linken gezeigt, Lou weichem die Mahemeguer glauben, daß ihr Prophet mit ſeinem Kamel daſelbſt vom Erzengel Gabriel in den Himmel gezogen wor⸗ den ſei. Dieſes Kamel ſei ſo groß geweſen, daß es mit einem Fuße zu Mekka, mit dem andern zu Dam ask, mit dem dritten zu Kahiro, und mit dem vierten auf dem Berge Singi geſtanden ſei, wobei ſein Fuß im harten Marmorfelſen daſelbſt eine Vertiefung eingedruͤckt habe. Dieſe Erdichtung wird von allen Mahometanern als die unerſchuͤtterlichſte Wahrheit geglaubt, obſchon die griechiſchen Moͤnche geſtehen, daß ihre Vorgaͤnger ſelbſt dieſe Vertiefung gemacht haben, um den Kuͤrken mehr Ehrfurcht gegen den Berg Sinai einzupragen. 1 Nach 1⁄4 Stunde erreichten wir endlich den Berg Sinai, auf deſſen Ebene wir eine Kirche und Mo⸗ ſchee ſahen. Ehemals ſoll ein ſehr großer Tempel da⸗ ſelbſt geſtanden ſeyn, welchen die Mahometaner zer⸗ ſtoͤrten, und dann einen Theil der Ebene gegen Nord den Chriſten uͤberließen, den anderen gegen Suͤd ſich vorbehielten. Vor der Kirche iſt eine Hoͤhle in dem nahen Felſen, wodurch der Eingang ſehr verengt iſt; von dieſer Hoͤhle hat man den Chriſten, nach 2. Moſ. 33, 21., eben ſo abentheuerliche Bilder gegeben, wiß die Tuͤrken vom Fuße des Kamels erhalten haben.