156
Casciabe, das 2 Stunden von Fium entfernt, und gegen Suͤdweſt in der Wuͤſte liegt, die von den Arabern Gebel— Naklon genannt wird. An dem Wege nach dieſem Kloſter kam er uͤber mehrere feſt gebaute Bruͤcken der alten Aegyptier, die Ruinen ei⸗ ner alten Stadt und das Kloſter Deir al azeb links laſſend.
Das Kloſter Casciabe iſt ſehr alt, und im In⸗ nern uͤbel zugerichtet, außer der Kirche, die dem En⸗ gel Gabriel geweiht, und ſchoͤn iſt. Ihr Portal iſt durch Saͤulen von buntfarbigen Steinen geſchmuͤckt. Dieſe Kirche ſoll ein Magier, Ur mit Namen, erbaut haben, nachdem er ſich zur Tugend wieder gewendet hatte. Die h. Jungfrau ſoll das Fundament, und Gabriel den Ort des Chors beſtimmt haben. Auf
einem Berge hinter der Kirche ſieht man ein kleines
zerfallenes Gebaͤude, welches der Patriarch Jakob ſoll bewohnt haben. Man heißt es heute noch Mod⸗ ſellet Jakob, oder Jakobs Tabernakel.
Scteigt man etwas hoͤher, ſo finden ſich Hoͤhlen, die von Eremiten einſt bewohnt waren; ſie ſind klein;
ſonſt fand er nichts Merkwuͤrdiges, und kehrte nach
Fium zuruͤck. Wegen einer Nils⸗Ueberſchwemmung mußte er ſich von da wieder nach Kairo zuruͤck⸗
ziehen.
Seit ſeiner Zuruͤckkunft nach Kairo begann er


