Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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bezogen, einem Gebirge am rechten Ufer des Nils, von welchem ein Zweig Kairo beherrſcht. Man ſieht noch an demſelben die Stellen, wo die Steine ge⸗ brochen wurden. Die Koſten und Arbeiten, welche die Pyramiden veranlaſſen mußten, ſind gar nicht zu berechnen. Und was iſt der Nutzen dieſer Denkmaͤler? Kaum gewaͤhren ſie den Arabern der Wuͤſte ein wenig Schatten.

Dieſe Berge, von menſchlicher Hand geſchaffen, wurden bloß darum errichtet, um einen Leichnam zu decken. Weſtlich von den beiden groͤßten Pyramiden ſieht man eine Art aus Marnor gehauenen Kanals, der in das Innere der groß n Pyramide des Cheops fuͤhrte, die ſonſt ganz geſchloſſen war, und wahr⸗ ſcheinlich mit Gewalt aͤußerlich geoͤffnet worden iſt und oͤſtlich die Ruinen eines Tempels. In einer Ent⸗ fernung von etwa 300 Schritten befindet ſich die be⸗ ruͤhmte Sphynx.

Dieſes Denkmal beweiſet klar, daß die Kunſt im graueſten Alterthum ſchon einen ſehr hohen Grad von Vollkommenheit hatte. Dieſe Sphynx war, wie man ſagt, aus einem einzelnen Felsſtuͤck gehauen, 148 Fuß lang und vorne 62 Fuß hoch. Der Sand hat nun de⸗ ren Koͤrper leider! vergraben; allein deren koloſſales Haupt ragt noch ſtolz hervor. Das Antlitz iſt von ſanftem, ruhigem Ausdrucke.

Am 6. Mai beſuchte Wansleben den griechi⸗ ſchen Erzbiſchof vom Berge Sinai, der eben wegen

9tes B. Aegypten I. 2, 5 2