Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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Tochter, von den ſie umgebenden Beyſpielen verlockt und wenig bewacht, faſt beym Begin⸗ nen jungfraͤulichen Aufbluͤhns das Opfer der ſtraͤflichſten Verfuͤhrung und ihres eignen Leicht⸗ ſinns geworden war. Dieſe ſchreckliche Ent⸗ deckung ſtuͤrzte die Mutter in das Grab; die aͤltere Tochter, Klotilde, mußte ihre Kloſterer⸗ ziehung aus Mangel an Mitteln verlaſſen, und Alles, was ihr von dem vaͤterlichen Vermoͤgen zuruͤckblieb, war ein Prozeß, von dem die Rechtsgelehrten einen guͤnſtigen Ausgang ver⸗ hießen, wenn die zu ſeiner weitern Fuͤhrung erforderlichen Summen aufgebracht wuͤrden.

Ich hatte jetzt Niemanden, fuhr die Fremde fort, die wir von nun an Klotilde nennen wol⸗ len. der ſich meiner annehmen mochte als ei⸗ nen Gros⸗Onkel, der von einer ſchmalen Pfruͤnde in großer Eingezogenheit lebte, und ſich mit meiner ungluͤcklichen Mutter, da ſie ſeinen Ermahnungen kein Gehoͤr gab, entzweit hatte. Mir hatte er immer wohl gewollt, und da er mich jetzt von der Welt verlaſſen und ohne Huͤlfe ſah, hoͤrte er nur die Stimme der