Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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Die neu fluthenden Lebensgeiſter fanden den Weg nach dem erſtorbenen Aug,, und ein lei⸗ ſes Noth zitterte auf den bleichen, eingefalle⸗ nen Wangen. Oft ruhten ihre dankbaren Blicke auf Sophien, die ſich um ſie mit der Zaͤrtlichkeit einer Tochter bemuͤhte, und mehr noch durch dieſes ſorgſame Bemuͤhn, als durch freundliche und theilnehmende Worte) die Liebe zum Leben in der Kranken pflegte. Oefters verſuchte dieſe zu ſprechen; ihr Herz draͤngte ſie, ſo vieles Wohlwollen, von Unbekannten er⸗ wieſen, durch Vertrauen zu erwiedern; aber ſo oft ſie den Mund zum reden oͤfnete, er⸗ ſtickte die Ruͤhrung, die ſich allzumaͤchtig in ihrem Innern erhob, das hervorbrechende Wort. Erſt ſpaͤt am Abend ward ſis des uͤbermaͤchtigen Gefuͤhles Herr, und nachdem ſie mit abgebrochenen Worten und immer neu hervorquellenden Thraͤnen dem Himmel und ihren Wohlthaͤtern gedankt hatte, knuͤpfte ſie an dieſen Dank die Geſchichte der Unfälle an, die ſie auf den SDes des Todes gefuͤhrt hatten. 4