Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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bey Seite, und ſagte ihr leiſe: Es iſt eine Un⸗

gluͤckliche, Verlaſſene, die im Begriff war

umzukommen. Sophie druͤckte ihrem Manne die Hand; er kuͤßte ſie auf die erroͤthenden Wangen; und nie war er ihr liebenswuͤrdiger erſchienen, als jetzt, wo er der Fuͤrſprecher des huͤlfloſen Ungluͤkks war. Ein Blick auf die Fremde rief ihr das Bild ihrer eignen Armuth in die Seele zuruͤck. Auch ſie war huͤlflos ge⸗ weſen. Auch ſie hatte dem edeln Manne ihre Rettung verdankt.

Die Unbekannte hatte bis jetzt nur einzelne Worte geſprochen. Ihre Schwaͤche war groß. Seit drey Tagen hatte ſie alle Nahrung ent⸗ behrt. Noch ſchwankend zwiſchen dem Ent⸗ ſchluſſe zu ſterben, und dem Verlangen der Na⸗ tur, zoͤgerte ſie ihre Hand nach dem auszuſtrek⸗ ken, was man ihr vorſichtig bot. Nur langſam ſiegte die Natur, und die freundlichen dringen⸗ den Bitten des theilnehmenden Ehepaars.

Nach Verlauf einiger Stunden ſchienen die Kraͤfte der Armen allmaͤhlig zuruͤckzukehren.

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