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laſſen hatte, ohne ſie, ſeiner Gewohnheit ge⸗ maͤß⸗ nach Hauſe zu geleiten, und ſein unge⸗ wohntes Ausbleiben, beunruhigte ſie. Die Ur⸗ ſache ſeines Unwillens lag nicht fern; ſie konnte nicht zweifeln, daß eine heftigere Eiferſucht in ſeinem Herzen erwacht war; und wenn er ſie mit Unrecht fuͤr ſchuldig hielt, ſo konnte ſie ſich doch ſelbſt nicht freyſprechen von dem Scheine der Schuld. Mit groͤßerer Unruhe, als ſie ſich ſelbſt geſtehen mochte, ſah ſie ſei⸗ ner Ruͤckkehr entgegen. Was ſollte ſie thun, wenn er ſeinen Unmuth in grollendes Schwei⸗ gen verhuͤlte? oder was ſollte ſie antworten, wenn er ſie uͤber ihr Geſpraͤch mit dem Gra⸗ fen befragte? Sollte ſie geſtehn, wie leiden⸗ ſchaftlich dieſer geſprochen, wie dringend er ſie um eine Erklaͤrung beſchworen habe? Dann mußte ſie ihm auch geſtehn, daß ſie ſeine An⸗ traͤge nicht ſo, wie ſie verdienten, zuruͤckgewie⸗ ſen, daß ſie ihm nur ausweichende Antworten gegeben, uͤber ſeine Leidenſchaft geſcherzt, und ihm Hofnung gelaſſen habe. Und wenn ſie auch die eine Haͤlfte der Wahrheit unterdruͤckte,


