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Ihre Wuͤnſche zu vernehmen. Ein neuer Strom von Thraͤnen war die Antwort auf dieſes An⸗ erbieten. Ich habe keine Wohnung, ſagte ſie endſich. Seit zwey Tagen waxr dieſer Tempel meine Zuflucht; in ihm wollte ich den Tod er⸗ warten. Ihr Mitleiden ruft mich auf den Weg des Lebens zuruͤck. Ach, ich habe lange die Stimme des Mitleids nicht gehoͤrt, und
jetzt toͤnt ſie mir wie die einer Verfuhrerin,
die mich aus dem Hafen der Rettung wieder zuruͤck in den Sturm wirft.— Heftig beweg⸗ ten dieſe Worte ſein Herz. Auch der Ton ih⸗ rer leiſen, gebrochenen Stimme, in der ihn be⸗ kannte Laute wie aus dunkler Erinnerung an⸗ ſprachen, baten fuͤr die heimathloſe Ungluͤck⸗ liche. Folgen Sie mir in meine Wohnung, ſagte er. Dort werden Sie weibliche Huͤlfe finden. Dann reichte er ihr die Hand, fuͤhrte ſie auf die Straße„ und fuhr mit der Kraftloſen nach ſeinem nicht weit entlegenen Hauſe hin.
Sophie war ſchon lange zurickgerehre Die Eile, mit welcher ihr Mann das Theater ver⸗
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