Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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und die andre nach Moͤglichkeit milderte, legte ihr nicht ſchon der Reſt dieſes Geſtandniſſes die Pflicht auf, den ganzen Handel abzubre⸗ chen? und konnte ſie hieran denken, ohne ih⸗ rer Eitelkeit allzuweh zu thun?

Indem ſie, mit dieſen Betrachtungen be⸗ ſchaͤftigt, im Zimmer auf⸗ und abging, zu kei⸗ nem Entſchluſſe kommen konnte, und oft an das Fenſter trat, um nach ihrem Manne auszu⸗ ſchaun, hoͤrte ſie ſeinen Fußtritt im Hauſe, und den Ton ſeiner Stimme. Sie oͤfnete die Thuͤr, und ſah ihn langſam die Stiegen heraufkom⸗ men, mit einer Frau am Arm, deren Anzug eine Tochter des Ungluͤcks, und deren Gang eine Kranke verrieth. Vielleicht, dachte ſie, eine Schauſpielerin der Provinz, von Bekann⸗ ten empfohlen. Wie es aber auch ſeyn mochte, der unerwartete Beſuch kam ihr auf alle Weiſe erwuͤnſcht, und ſchnitt mit Einem⸗ male ihre Selbſtberathungen ab. So uͤber⸗ fuͤſſig meiſt eine dritte Perſon bey einem aus⸗ gebrochenen haͤuslichen Zwiſte iſt, ſo erfreulich iſt die Erſcheinung eines Fremden, wenn ein