Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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mehr als der Ehre buhlen. Der Erfolg kann kaum zweifelhaft ſeyn.

Indem der erlauchte Kranke ſo ſprach, faßte er den Sohn mit ſeinen Augen feſt. Dieſer

aber ſchlug, wie vor Schaam, die Blicke zur

Erde; ſein blaſſes Geſicht ſchien noch mehr zu erbleichen; und noch hatte ſein Vater die letzten Worte nicht ausgeſprochen, als er ſich von ſei⸗ nem Sitze erhob, und ohne ein Wort zu erwie⸗ dern, den Weg nach der Thuͤte nahm. Du nimmſt meinen Vorſchlag an? rief ihm der Kranke nach. Nie, entgegnete der Sohn, nie, ſo lange noch ein Tropfen des alten koͤnig⸗ lichen Blutes in meinen Adern fließt. O, muß ich Zeuge der Schwachheit meines erlauchten Va⸗ ters in ſeinen letzten Augenblicken ſeyn!

Als der Graf ſo weit in ſeiner Erzaͤhlung gekommen war, hielt er inne, um fragende Blicke in der Verſammlung umherzuſenden. Die Wenigſten wußten, ob ſie antworten ſollten, oder was. Die alten Landjunker, die ſich aus der Nachbarſchaft eingefunden hatten, ſahen ſich einander gedankenlos an, und kehrten dann wieder mit ihren Blicken zu dem Grafen zuruͤck,