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Was mir nicht wenig hierbey zu Huͤlfe kommt, iſt die anmuthige Lage des hieſigen Gottesackers, der, die Kreuze auf den Grabhuͤgeln ausgenom⸗ men, nichts von ſeiner traurigen Beſtimmung verraͤth. Unweit der Stadt und einer mit Pap⸗ peln beſetzten Landſtraße, von Gaͤrten mit frucht⸗ tragenden Baͤumen umringt, ſcheint er weniger, die Todten aufnehmen, als die Lebenden einla⸗ den zu wollen. In einer kleinen Entfernung zeigt ſich der Schloßberg, den unſere unermuͤde⸗ ten Buͤrger immer mehr zum Weinberge umſchaf⸗ fen, und an deſſen Fuß reiche Kornfelder und ergiebige Matten ſich ausdehnen.
Auf dem Gottesacker ſelbſt wohnt der Auf⸗ ſeher desſelben in einem mit Reben umflochtenen Hauſe, und das Rauſchen eines einfachen Brun⸗ nens vermehrt die Annehmlichkeit des Ganzen.
Hier nun iſt die Ruheſtaͤtte meines Unvergeß⸗ lichen, wenige Schritte von einem ſeiner ehe⸗ maligen Geſpielen, dem Sohne meines Arztes und Freundes, welchem ſein Vater ein Grab⸗ maal von ſchwarzem Marmor geſetzt hat, mit der Inſchrift:
„Ihr, die ihr ein geliebtes Kind,
Ein einziges, beweint, kommt, unſern Schmerz
* zu leſen!


