Teil eines Werkes 
4. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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empor gewachſene Geranium, und das Feigen⸗ baͤumchen, deſſen Anblick ihn an ſeinem letzten Tage noch erquickte.— O wie vieles, das von dem Hingeſchiedenen mir uͤbrig blieb! Jedes ſeh ich an der Stelle, wo ich es neben ihm ſah; denn ich folgte meinem Herzen, und verwechſelte die Wohnung, in der ich mein Liebſtes verlor, mit keiner andern. Auch blieb in dieſer Alles unveraͤndert. Noch haͤngt in dem Schlafzimmer meines Sohnes, wo er jetzt ſeinen letzten Haus⸗ lehrer und vertrauteſten Freund zum Nachfolger hat, uber ſeinem Kopfkiſſen der ſterbende Lava⸗ ter; aber kein Vogelgeſang wecket den Schlum⸗ mernden mehr. Nicht mehr kann ich neben ſei⸗ nem Bette ſitzen, und in Tagen der Krankheit ſeiner pflegen. Viele Thraͤnen des Schmerzens wurden da geweint, und viele der Freude bey ſeiner Geneſung. Indeſſen ging keine von ſol⸗ chen Stunden des Jammers und der Wonne fuͤr

mich verloren. Oefter noch ſeh' ich ſie, dieſe im

roſenfarbenen Schleyer, jene im Trauergewande voruͤber ſchweben, ſaͤmmtlich von der Liebe ge⸗ fuͤhrt, und ſaͤmmtlich mir willkommen.

Selbſt dann, wenn in einer finſtern Minute mich ein Schauder ergreifen will, wenn ich weg von dem weichen, ehemals ſo treulich gehuͤteten

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