Teil eines Werkes 
4. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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435 meine Wunde bluten ließen, und ſo lange mir ſorgſam nachgingen, bis ich zu mir ſelbſt ſagen mußte: Iſt gleich die Erde fuͤr dich zur Wuͤſte geworden, ſo giebt es doch noch Herzen auf ihr, die dich ſuchen, und denen du nicht entfliehen darfſt.

Zu dieſem maͤchtigen Troſte geſellte ſich die allgemeine Trauer um den, ſeinem Geburtsorte ſo fruͤh entzogenen, jungen Mitbuͤrger. Nicht allein die Akademiker, unter denen er, liebend und geliebt, gewandelt hatte, gaben dem Ent⸗ ſeelten die ruͤhrendſten Beweiſe von ungeheuchel⸗ ter Achtung und treuer Anhaͤnglichkeit; auch die uͤbrigen Einwohner dieſer guten Stadt nannten wehmuͤthig ſeinen Namen, weil ſie mit dem Ver⸗ ewigten ſo viele der ſchoͤnſten Hoffnungen dahin gewelkt ſahen. Unſere Nachbarinnen wetteiferten mit einander, ihm Kraͤnze zu flechten, die man klagend in ſeinen Sarg legte, mit denen man ſein Leichentuch ſchmuͤckte und ſein Grab. Todes⸗ ſtille, als man ihn hinaus trug, in allen Straßen, durch welche der Zug ging, machte das Begraͤb⸗ niß zu einem der feyerlichſten, deren man ſich erinnerte. O! der Seufzer und Thraͤnen genug wurden ihm nachgeſandt, und einſtimmig wieder⸗ holten ſeine Lehrer das Lob, das, in den Hoͤr⸗