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kam, einen Seitenſtoß, und hiermit die Loſung zum Streite, bey welcher das, bis dahin geblie⸗ bene, wehrloſe Taͤubchen zu dem andern aufs Dach fluͤchtete und mit ihm den Kaͤmpfern zuſah. Der Sieg war nicht lange zweifelhaft. Nach einem kurzen hefrigen Angriffe behielt der Braune das Feld; ließ aber den Gegner fliehen, ohne ihm nachzuſetzen, und ſchwang ſich alsdann tri⸗— umphirend in die Luft. Die Weibchen folgten den Maͤnnern. Seit dem iſt uns weder das eine noch das andere Paar mehr zu Geſichte ge⸗ kommen. 4
Sagen Sie, liebe Henriette! faͤnde man in dieſer Erzaͤhlung nicht hinreichenden Stoff zu einem Roman? Sie enthaͤlt Freuden und Qua⸗ len der Liebe, Trennungen, banges Umherirren, Wiederſehn, Eiferſucht und Kampf. Und doch erzaͤhlte ich nur das, was vor meinen Augen vorging. Wie erſt, wenn bey meiner wahren Begebenheit mir eine Muſe, wie dem Dichter bey ſeiner Fabel, auch das Ungeſehene aufgedeckt haͤtte; die verborgnen Veranlaſſungen und Trieb⸗ federn, jede in Schatten gehuͤllte Scene, jedes kleinere Zwiſchenſpiel? Vermuthlich waͤre dann die Verwickelung der Geſchichte von einer doppel⸗ ten Gefangenſchaft herzuleiten; wenigſtens weiß


