Teil eines Werkes 
4. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Ein Tauben⸗Roman).

An Henrietlte 98**r.

Ohne Zweißel erinnern Sie ſich noch, liebe Hen⸗ riette, des vorjaͤhrigen ſchoͤnen Maytags in ihrem Garten, als wir unter den Baͤumen an der klei⸗ nen Einſiedeley beyſammen ſaßen, und die Voͤ⸗ gel beobachteten, wie einige ſich lockten, zu ein⸗ ander hin und wieder von einander weg flogen, andere voller Eintracht auf einem Zweige ſich wiegten, und noch andere mit lautem Zwitſchern und ausgeſpreiteten Fluͤgeln einen Zweykampf begannen. Die Voͤgel, ſagte ich, haben zuver⸗

laͤßig ihre Romanauftritte, wie wir; haͤtten ſie

auch Romanenſchreiber, ſo wuͤrden wir oft uͤber die Verwickelung und Entwickelung ihrer Liebes⸗ geſchichten uns wundern. Sie, meine Freundin,

*) Da in dieſer Erzählung alles pünktlich wahr iſt, ſo kann dieſelbe ein Beytrag zur Piycho⸗ logie der Thiere angeſehen werden.