Teil eines Werkes 
4. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Nach dem Ducchblaͤttern einer poetiſchen Blumenleſe.

Der Meiſterſaͤnger, ach, wie viel!

Mein Ohr umſchwirren tauſend Reime,

Gleich einem, Jahre lang gehoͤrten, Glockenſpiel.

Hier ſitzt ein Muſenſohn im Schatten ſeiner Baͤume,

Durch die kein Zephyr weht, und ruft dem hol⸗ den May: 1

Dann wuͤnſch' ich gleich den Winter mir herbey;

Dort phantaſirt ein zweyter Alltagstraͤume;

Des dritten Liebesgluth macht warme Herzen kalt;

Des vierten Jugendlob vor Langerweil’ uns alt.

Die Ruhe preiſen ſie; wir werden matt und muͤde,

Und ſchlafen ein bey ihrem Morgenliede.