Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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am Predigen, das ihm, wie wir ſehen werden, immer eigen blieb.

Damals waren noch Kontroverſen an der Ta⸗ gesordnung. Man ſtritt fleißig uͤber Religions⸗ lehren. Auf jeden Lehrſatz ward eine eigene Wichtigkeit gelegt, und jeder Artikel kun ſtmaͤßig durch Spruͤche aus der Bibel und durch Syllo⸗ gismen bezankt und wo moͤglich berichtigt. In einer volkreichen Stadt, wie Duͤſſeldorf, wo alle drey chriſtlichen Religionen ihre eigenen Gemein⸗ den hatten, offenbarte ſich die Wirkung dieſes Zeitcharakters ſehr deutlich, und ſprach auch den Juͤngling Jacobi an. Er verfiel in einen po⸗ lemiſchen Geiſt, und uͤbte ihn um ſo lieber, weil er vernahm, daß die Jeſuiten Verſuche gemacht haͤtten, ſeinen Vater zur katholiſchen Religion zu bekehren. Aber dieſe Streitluſt uͤber Gegenſtaͤnde des Kirchenglaubens nahm bey ihm den Charakter ſeines milden Herzens an; Men⸗ ſchenliebe blieb der Grundton, aus dem er ſprach, und ſein Streiten war mehr Uebung ſeines Scharf⸗ ſinns und der dialektiſchen Kunſt als Ausbruch von Erbitterung. In ſeinem vaͤterlichen Hauſe wohnten alle drey Religionen friedlich neben ein⸗ ander. Der Vater und die Soͤhne waren evan⸗ geliſch lutheriſcher Religion. Da aͤußerte einmal