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der junge Controverſiſt den ſonderbaren Wunſch, daß doch ſein Bruder der reformirten Religion zugethan ſeyn oder werden moͤchte, damit er das Vergnügen haben koͤnnte, ihn wieder zu bekehren*).
Neben der deutſchen Mutterſprache lernte Jacobi gleichzeitig die franzoͤſiſche. Noch als Kind ward er in die franzoͤſiſche Schule geſchickt; ſodann befand ſich auch in dem Hauſe fuͤr ſeine Schweſtern eine franzoͤſiſche Erzieherin, in de⸗ ren Geſellſchaft die Knaben taͤglich Zutritt und Uebung hatten. Ueberhaupt war damals zu Duͤſ⸗ ſeldorf das Franzoͤſiſche die geſellſchaftliche Spra⸗ che in allen vornehmern Zirkeln. Die franzoͤſi⸗ ſche Buͤcherſprache lernte er fuͤr ſich durch eige⸗ nen Fleiß in Leſung des Telemach von Fe⸗ nelon, des Tragiker Racine und des Saty⸗ riker Boileau. Nach dieſen Uebungen kam er als Knabe von ungefaͤhr fuͤnfzehn Jahren auf den Einfall, noch ohne die dramatiſchen Regeln zu
*) Einen faſt ähnlichen Wunſch hörte ich einmal von zwey Freunden; der eine wünſchte dem andern ganz ernſtlich eine Krankheit an„ um das Ver⸗ gnügen zu haben, ihn mit Liebe pflegen und beſorgen zu können.


