Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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19 bau kuͤndigte ſchon eine große Reizbarkeit an; daher kam es, daß ſie ſich die Leiden ihrer Mit⸗ menſchen tief zu Herzen nahm; daher auch, daß ſie die Furcht und Unruhe bey Gewittern nicht wohl bemeiſtern konnte. Sie gab ihrem Mann drey Kinder, den Dichter Johann Georg, den Philoſophen Friedrich Heinrich und eine Tochter. Sie ſtarb fruͤhzeitig, als der aͤlteſte Sohn kaum ſieben Jahre alt war.

Nun ſah ſich der Vater veranlaßt, wegen ſei⸗ nem ausgedehnten Hausweſen zu einer zweyten Ehe mit der Tochter des Weinhaͤndlers Laus⸗ berg von Elberfeld zu ſchreiten. Aus der⸗ ſelben entfprangen zwey Toͤchter, Helene und Charlotte, nebſt einem Sohne. Die Mutter be⸗ ſaß zwar nicht einen ſo ausgebildeten Geiſt als die erſte Gattin; allein ſie war ein Bild der reinſten Herzensguͤte, der innigſten Liebe und einer Verlaͤugnung und Entaͤußerung ihrer ſelbſt, die ſo ſelten auch bey den beſten Menſchen gefunden wird. Sie hatte keinen frohern Genuß, als die Freude, den Ihrigen ſelbſt Freude berei⸗ ten zu koͤnnen. Ihrem Manne war ſie mit un⸗ begrenzter Anhaͤnglichkeit und Liebe zugethan. Unter den Kindern machte ſie keinen Unter⸗ ſchied, liebte alle gleich und vollkommen, und